Wie das kollektive Wissen trügt

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Manchmal, wenn ich mich so durch die Tech-Szene (Blogs, Hacker News, StackOverflow, etc.) lese, kriege ich Zweifel an meinen beruflichen Fähigkeiten. Nicht im Sinne von Du kannst ja nix!, sondern eher à la Das solltest du doch auch wissen!.

Wie ausgeprägt diese Zweifel sind, hängt von diversen Faktoren ab:

Natürlich gibt es solche Unsicherheiten auch in anderen Bereichen meines Lebens. Dort werden sie aber nicht so sichtbar, da ich viel weniger Vergleichswerte habe. Kommunikation ist in diesen Bereichen auf viel kleinere Gruppen, meist sogar auf von Angesicht zu Angesicht, beschränkt.

Beim Durchforsten des Internets entsteht viel einfacher ein 1:n-Gefühl (diesen Begriff hab ich jetzt grad für alle Nerds erfunden), als im "realen Leben". Man sitzt alleine vor dem Bildschirm und blickt ins Gedächtnis der Menschheit. Und genau dort liegt der Punkt: Es ist nicht eine Person, die all dieses Wissen besitzt. Es ist ein kollektives Wissen - von vielen Individuen.

Aber: Man sollte sein Wissen nicht mit dem eines Kollektivs vergleichen, das kann nicht glücklich machen. Man sollte viel eher versuchen, all dieses Wissen aufzunehmen und davon zu profitieren. Es wird immer Leute geben, die mehr wissen, klüger und besser sind als man selbst. Deal with it. :)

Übrigens sollte man sich auch nicht schämen sein Wissen zu teilen. Irgendjemandem wird es immer helfen, auch wenn man noch so unsicher ist. Im schlimmsten Fall wird man korrigiert - und lernt wieder dazu!

PS: Ich hab keine Ahnung ob kollektives Wissen der richtige Begriff ist. Vielleicht geht es hier auch um Schwarmintelligenz oder das kollektives Gedächtnis. Spielt aber eigentlich keine Rolle. Sorry an alle Wissensforscher da draussen. ;-)

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